Wirkstoffe
Selendisulfid, gereinigter Schwefel
Hilfsstoffe
Xanthangummi, Poloxamer 108, 30 mg Propylenglycol (E 1520), Editronsäure, Hypromellose (E464), Magnesiumaluminiumsilicat, Natriumlaurylethersulfat, Palmkernfettsäuremethyltaurid-Natriumsalz, Stearinsäuremonoethanolamid, Ethylenglycolstearat, Palmitostearinsäure, Parfümöl (enthält: Benzylbenzoat, Geraniol, Benzylsalicylat, Linalool, Zimtalkohol, 2-Benzylidenoctanal, Limonen, Citronellol, Hydroxycitronellal, Eugenol, Cumarin, Alpha-Isomethylionone, Citral, Benzylalkohol, 2-Benzylidenheptanal, Farnesol, Isoeugenol), Natriumhydroxid, Kaliumdihydrogenphosphat, Natriummonohydrogenphosphat, gereinigtes Wasser.
1 g Shampoo enthält: Selendisulfid 20 mg, gereinigter Schwefel 10,36 mg
Seborrhoea sicca capitis und Seborrhoea oleosa capitis
In der dermatologischen Praxis wird Ektoselen bei nachstehenden Hauterkrankungen eingesetzt:
·Pityriasis versicolor,
·Dermatitis seborrhoica,
·Psoriasis capitis.
Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren:
- Seborrhoea sicca capitis, Seborrhoea oleosa capitis, Dermatitis seborrhoica, Psoriasis capitis
1.Haar mit warmem Wasser gut benetzen.
2.5 ml = halber Deckelinhalt (siehe Markierung im Innern des Deckels) Ektoselen auftragen und wie bei normaler Haarwäsche zum Schäumen bringen.
3.Haar gründlich spülen.
4.Noch einmal 5 ml Ektoselen auftragen, zum Schäumen bringen, 4-5 Minuten einwirken lassen und anschliessend gründlich spülen.
5.Hände gründlich waschen.
Die Anwendung erfolgt während der ersten beiden Behandlungswochen 2mal wöchentlich, ab dritter Woche 1mal wöchentlich. Für zusätzliche Haarwäsche ist ein handelsübliches, mildes Shampoo zu verwenden.
- Pityriasis versicolor
1.Befallene Hautstellen gut benetzen.
2.Befallene Hautstellen mit einer dünnen Schicht Ektoselen bestreichen, zu leichtem Schäumen bringen und maximal 20 Minuten einwirken lassen.
3.Behandelte Hautstellen und Hände gründlich abspülen.
Ektoselen wird an 4 aufeinanderfolgenden Tagen aufgetragen. Wenn nötig, kann eine Wiederholung der Behandlung verordnet werden.
Ektoselen, Shampoo darf nur äusserlich angewendet werden.
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem Bestandteil von Ektoselen darf das Präparat nicht angewendet werden.
Ektoselen darf nicht auf akut entzündete, nässende oder offene Hautstellen aufgetragen werden.
Kontakt mit Schleimhäuten und den Augen ist zu vermeiden, da Ektoselen Schleimhautreizungen verursachen kann.
Bei versehentlichem Kontakt ist gründlich mit Wasser zu spülen.
Bei versehentlichem Verschlucken sind toxische Effekte nicht auszuschliessen.
Besondere Vorsicht ist bei Kleinkindern unter 2 Jahren geboten.
Bei Kleinkindern unter 2 Jahren darf die Anwendung nur auf ärztliche Verordnung erfolgen.
Dieses Arzneimittel enthält 30 mg Propylenglycol pro 1 g Shampoo.
Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.
Dieses Arzneimittel enthält einen Duftstoff mit Benzylbenzoat, Geraniol, Benzylsalicylat, Linalool, Zimtalkohol, 2-Benzylidenoctanal , Limonen, Citronellol, Hydroxycitronellal, Eugenol, Cumarin, Alpha-Isomethylionone, Citral, Benzylakohol, 2-Benzylidenheptanal, Farnesol, Isoeugenol. Diese können allergische Reaktionen hervorrufen.
Kaltwellflüssigkeiten (alkalische Dauerwellflüssigkeiten) können die Wirksamkeit von Selendisulfid beeinträchtigen (Neutralisierung).
Schwangerschaft
Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Arzneimittel nur verabreicht werden, wenn es eindeutig erforderlich ist.
Bei epidermaler Applikation auf gesunder Haut sind jedoch aufgrund der geringen Resorption von Selen kaum fötale Risiken zu erwarten.
Stillzeit
Während der Laktationsperiode sollte Ektoselen nicht am Körper, insbesondere nicht auf der Brust angewendet werden.
Fertilität
Keine Daten vorhanden.
Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Die Häufigkeit der Nebenwirkungen wird gemäss des folgenden Klassifikationssystems angegeben:
Sehr häufig (≥1/10);
Häufig (≥1/100 bis <1/10);
Gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100);
Selten (≥1/10'000 bis <1/1'000);
Sehr selten (<1/10'000)
Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Haut und Unterhautgewebe:
Gelegentlich: Zunahme der Haarverfettung oder der Schuppenbildung.
Nicht bekannt: Bei der Behandlung von Pityriasis versicolor kann es zu einer Austrocknung der Haut kommen.
Nicht bekannt: Reizungen auf empflindlicher Haut bei zu langer Einwirkungszeit und ungenügendem Spülen. In solchen Fällen ist die Behandlung während einer Woche zu unterbrechen.
Allergische Reaktionen sind nicht beobachtet worden.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Bei vorschriftsgemässem Gebrauch besteht keine Gefahr der Überdosierung.
ATC-Code
D11AC03
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Die in Ektoselen enthaltenen Wirkstoffe Selendisulfid und Sulfur lotum (gereinigter Schwefel) ergänzen sich in ihrer therapeutischen Wirkung.
Selendisulfid senkt die bei Seborrhöe erhöhte Zellproliferation der Kopfhautepidermis und damit die Zahl der abgelösten Korneozyten (Hornzellen). Die bei Kopfschuppen sehr unterschiedlich konfigurierten Korneozyten nehmen unter Behandlung wieder eine normale Funktion und Struktur an. Selendisulfid beeinflusst die Mikroflora der Kopfhaut. Die vermehrte Besiedlung mit Pityrosporum ovale, dem wichtigsten Keim bei Kopfschuppen, wird reduziert, eine fungistatische Wirkung auf verschiedene Dermatophyten der Kopfhaut ist nachgewiesen.
Der im Ektoselen enthaltene gereinigte Schwefel liegt in sehr fein verteilter Form vor. Er bewirkt die Ablösung von Schuppen und Talg, hemmt das Keimwachstum und stillt den Juckreiz.
Klinische Wirksamkeit
Keine Angaben
Absorption
Bei epikutaner Anwendung von Selendisulfid auf der gesunden Haut werden nur Spuren von Selen resorbiert.
Bei verletzter Haut kann die Resorption deutlich gesteigert sein.
Selbst bei oraler Aufnahme sehr hoher Dosen wird aufgrund der geringen Löslichkeit von Selendisulfid nur ein sehr geringer Teil resorbiert, so dass keine Selenvergiftung ausgelöst werden kann.
Distribution
Keine Angaben
Metabolismus
Keine Angaben
Elimination
Bei täglicher externer therapeutischer Anwendung von selenhaltigen Shampoos in Fällen von Dermatitis seborrhoica während 2-3 Wochen wurde keine Änderung der Selenausscheidung im Harn beobachtet. Bei externer Anwendung ist daher eine bedenkliche Anhäufung von Selen im Organismus nicht zu befürchten.
Es sind keine für die Anwendung sicherheitsrelevanten präparatespezifischen Daten bekannt.
Inkompatibilitäten
Silberschmuck kann bei Kontakt mit Ektoselen oxidieren (Schwärzung).
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Ektoselen muss ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Ektoselen ist stets gut zu verschliessen, bei Raumtemperatur (15-25 °C) zu lagern und vor Licht zu schützen.
Hinweise für die Handhabung
Ektoselen bewirkt weder bei gefärbtem noch bei ungefärbtem, grauem oder gebleichtem Haar eine Veränderung der Haarfarbe.
39242 (Swissmedic)
Pierre Fabre Pharma AG, Basel
März 2026