Wirkstoffe
Zincum ut Zinci D-Gluconas.
Hilfsstoffe
Cellulosum microcristallinum (E 460), Povidonum K 25 (E 1201), Talcum (E 553 b), Crospovidonum Typus B (E 1202), Magnesii stearas, Lacca (E 904), Ricini oleum virginale.
1 Filmtablette enthält 15 mg elementares Zink.
Ernährungsbedingter Zinkmangel (ungenügende Zufuhr oder einseitige Ernährung), der z.B. mit erhöhter Infektneigung, Hautproblemen oder verzögerter Wundheilung einhergehen kann.
Die Dosierung beträgt täglich 15 mg elementares Zink; die Filmtablette ist 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach den Mahlzeiten einzunehmen.
Die Anwendung und Sicherheit von Burgerstein Zink 15 mg bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem Hilfsstoff; akutes Nierenversagen, schwere Nierenfunktionsstörungen.
Mässige Nierenfunktionsstörungen. Bei Langzeitanwendung kann es zu einem Kupfermangel und zu einer Anämie kommen.
Durch Zinkzufuhr kann die Aufnahme anderer Spurenelemente beeinträchtigt werden. So kann es zu verminderter Kupferabsorption und Ausbildung einer Kupferanämie sowie Eisenresorptionsstörungen kommen. Wechselwirkungen können auftreten durch Chelatbildung mit Tetrazyklinen (Resorptionsverminderung von bis zu 50%) und Penicillamin. Solche Arzneimittel sollten daher je nach Absorptionseigenschaften des Arzneimittels vor, oder mindestens 5 Stunden nach Einnahme von Burgerstein Zink 15 mg eingenommen werden.
Zink reduziert die Resorption von Chinolonen (z.B. Ciprofloxacin). Interaktionen mit Phosphor, Calcium, Kaffee, Vollkornprodukten, Histidinen.
Es liegen keine klinischen Studien mit Burgerstein Zink 15 mg vor. Basierend auf publizierten Daten kann davon ausgegangen werden, dass im therapeutischen Dosisbereich keine Einschränkung bei der Anwendung von Burgerstein Zink 15 mg während Schwangerschaft und Stillzeit besteht.
Zink kann während der Schwangerschaft/Stillzeit in einer Menge, die dem täglichen Bedarf entspricht, eingenommen werden.
Burgerstein Zink 15 mg, Filmtabletten haben keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.
In seltenen Fällen kann es zu Sodbrennen, Erbrechen, Durchfall oder leichter Übelkeit kommen. Es kann zu Erhöhungen der Amylase, Lipase und alkal. Phosphatase kommen sowie zu einer reversiblen sideroblastischen Anämie mit Granulozytopenie (bei Dosen über 300 mg Zink/Tag).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Bei einer Zinkvergiftung sind folgende Symptome festzustellen: Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abdominalbeschwerden, Schwindel, Kopfschmerzen, Metallgeschmack, Elektrolytstörungen, Lethargie, Ataxie.
Im Falle einer derartigen Vergiftung ist das Präparat sofort abzusetzen, und die Gabe von D-Penicillamin ist indiziert.
ATC-Code
A12CB02
Wirkungsmechanismus
Zink ist für die Funktion von Enzymen im menschlichen Organismus und damit für den normalen Gewebsstoffwechsel erforderlich. Ernährungsbedingter Zinkmangel (ungenügende Zufuhr oder einseitige Ernährung) kann z.B. mit erhöhter Infektneigung, Hautproblemen oder verzögerter Wundheilung einhergehen.
Herz-Kreislauf-System
Keine Angaben.
Nervensystem
Keine Angaben.
Entzündungen und Immunfunktion
Keine Angaben.
Pharmakodynamik
Keine Daten vorhanden.
Klinische Wirksamkeit
Keine Angaben.
Absorption
Das Zink der Nahrung wird in sehr ungleichen Mengen (5–30%) resorbiert.
Distribution
Es findet sich in allen Organen, Körperflüssigkeiten und Geweben.
Metabolismus
Der Serum-Zinkspiegel beim Erwachsenen beträgt normalerweise 55–150 µg/100 ml (ca. 8–22 µmol/l). Der tägliche Bedarf eines gesunden Erwachsenen liegt bei 10–15 mg und wird normalerweise durch die Ernährung gedeckt (vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Brot)
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt fast vollständig (88%) über den Stuhl, geringe Mengen mit Urin (2%), Haaren, Nägeln und Zellabschilferungen der Haut. Bei katabolen Zuständen ist die Zinkausscheidung mit dem Urin erhöht. Zink wird auch in die Muttermilch ausgeschieden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Keine Daten vorhanden.
Mit Burgerstein Zink 15 mg wurden keine tierexperimentelle Studie durchgeführt.
Basierend auf den in der Literatur beschriebenen konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Gentoxizität, Kanzerogenität und Reproduktionstoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Adverse Effekte wurden in präklinischen Studien nur bei Expositionen beobachtet, die als ausreichend über der maximalen Exposition des Menschen liegend angesehen wurden, was auf eine geringe Relevanz für die klinische Anwendung hinweist. Keine der dargestellten Untersuchungen ergab einen Hinweis, dass eine längerfristige orale Gabe von 15 mg Zink aus Zinkglukonat weder zu akuten oder chronischen Toxizität führt noch gab es Anzeichen hinsichtlich Gentoxizität, Kanzerogenität und Reproduktionstoxizität.
Die in der Literatur beschriebenen toxikologischen Effekte in tierexperimentellen Untersuchungen sind entweder auf Zinkmangel oder auf sehr hohe Zinkdosen zurückzuführen.
Inkompatibilitäten
Keine Daten vorhanden.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Keine Daten vorhanden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Ausser Reichweite von Kindern sowie gut verschlossen, trocken und bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Keine Angaben.
47133 (Swissmedic)
BURGERSTEIN zink filmtabl 15 mg 100 stk [D]
Antistress AG, Gesellschaft für Gesundheitsschutz, 8640 Rapperswil-Jona
Juli 2025