Wirkstoffe
Hexamidini diisetionas.
Hilfsstoffe
Natrii chloridum, acidum boricum et borax (corresp. 2.188 mg/ml Bor), aqua purificata
Augentropfen, Lösung.
Hexamidini diisetionas 1 mg/1 ml.
Bakterielle Konjunktivitis und Keratokonjunktivitis. Dacryocystitis und Infektionen der Tränenwege. Prä- und postoperative Desinfektion.
Erwachsene
4–6 mal pro Tag 1 Tropfen in das Auge instillieren.
Normalerweise dauert die Behandlung höchstens 8 Tage. Wird eine längere Anwendungsdauer nötig, muss die Medikation reevaluiert werden. Bei der Selbstmedikation ohne folgende ärztliche Kontrolle soll das Präparat nicht länger als 2-3 Tage angewendet werden.
Kinder und Jugendliche
Es liegen keine klinischen Studien mit Kindern und Jugendlichen vor, weshalb von einer Anwendung abgeraten wird.
Nach der Instillation von Desomedin kann die systemische Absorption durch 2-minütige Okklusion des Nasolacrimalgangs (bei geschlossenen Auge) reduziert werden.
Überempfindlichkeit gegenüber Benzamidinen oder einer der Komponenten des Arzneimittels.
Risiko der Selektion resistenter Stämme. Die Wirksamkeit bei bakteriellen Keratitiden ist nicht belegt.
Hinweis für Kontaktlinsenträger: Während der Behandlung mit Desomedin sollen keine Kontaktlinsen getragen werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Augenpräparaten warten Sie 15 Minuten zwischen jeder Instillation.
Dieses Arzneimittel enthält 0,09 mg Bor pro Tropfen entsprechend 2,188 mg/ml.
Dieses Arzneimittel sollte bei einem Kind unter 2 Jahren nicht ohne ärztlichen Rat angewendet werden, da es Bor enthält und später die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Bis heute sind keine Interaktionen bekannt.
Es liegen keine kontrollierten Studien zur Anwendung von Hexamidin bei Tieren und schwangeren Frauen vor. Unter diesen Umständen sollen diese Augentropfen nur mit Vorsicht angewendet werden. Es liegen keine Daten zum Übertritt des Arzneimittels zum Neugeborenen vor. Das Arzneimittel sollte deshalb während der Stillzeit nicht angewendet werden.
Die Augentropfen können kurz nach der Verabreichung die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Strassenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen einschränken. Diese Behinderung verschwindet normalerweise einige Minuten nach der Anwendung des Arzneimittels.
Die unerwünschten Wirkungen sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
Sehr häufig (≥1/10),
häufig (≥1/100 bis <1/10),
gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100),
selten (≥1/10000 bis <1/1000),
sehr selten (<10000), oder
nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
Augenerkrankungen
Nicht bekannt: lokale Überempfindlichkeitsreaktionen wie Reizung oder Sensibilität der Augen.
Erkrankungen des Immunsystems
Nicht bekannt: allergische Reaktion
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Es ist bis heute kein Fall von Überdosierung bekannt geworden. Sollte eine zu grosse Menge Desomedin ins Auge gelangen, ist mit lauwarmem Wasser zu spülen.
ATC-Code
S01AX08
Wirkungsmechanismus
Augentropfen mit antiinfektiöser Wirkung. Hexamidin ist ein gegen Bakterien wirkendes kationisches Antiseptikum, das zu den Diamidinen gehört. In vitro wirkt Hexamidin gegen gram-positive Keime sowie die trophozoische und zystische Form von Amöben des Typs «Acanthamoeba» und wird durch Eiter, Blutserum oder organische Überreste nicht gehemmt.
Pharmakodynamik
Ein breites Spektrum von Krankheitserregern wird mit bakterieller Konjunktivitis bei Erwachsenen und Kindern in Verbindung gebracht. Die vorhandenen Literaturdaten zeigen, dass wie bei Erwachsenen auch bei Kindern zu den häufigsten Erregern der bakteriellen Konjunktivitis grampositive Bakterien (d. h. Staphylococci und Streptococci spp.) gehören.
Klinische Wirksamkeit
Keine Angaben.
Absorption
Eine systemische Resorption der Wirksubstanz ist möglich. Im Hinblick auf die geringe instillierte Wirkstoffmenge ist das Risiko von systemischen Nebenwirkungen als gering einzustufen.
Distribution
Keine Angaben
Metabolismus
Keine Angaben
Elimination
Keine Angaben
Es sind keine relevanten präklinischen Daten verfügbar.
Inkompatibilitäten
Hexamidin ist, wie jede kationische Substanz, mit anionischen Substanzen inkompatibel.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Das Fläschchen zu 10 ml nach dem Öffnen nicht länger als 30 Tage verwenden.
Besondere Lagerungshinweise
In der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten, Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem Auge berühren.
53037 (Swissmedic).
Fussnoten zu Anlage 2:, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
2⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 2 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
3⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 6 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
4⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 10 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
5⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 12 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
6⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 15 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
7⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter > 15 Jahre. , Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
8⁾ Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 16 Jahre., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
9⁾Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar, wenn eine der unten genannten Diagnosen der angeborenen erworbenen Blutungskrankheiten vorliegt. Diese Diagnosenliste beschreibt das Zusatzentgelt abschliessend., Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Tabellen:, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Hämophilieerkrankungen9, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D66, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D67, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.09, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.1, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.31, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.32, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.38, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.4, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D68.5, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D69.1, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D69.3, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D69.40, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D69.41, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
D82.0, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
M31.1, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
P53, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
P60, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
P61.0, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Tabelle:, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Coils, intrakraniell, extrakraniell, spinal, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.72.11, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.72.21, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.28, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Coils, peripher, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.21, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.22, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.99.31, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.24, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.25, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.26, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.27, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
Z39.79.29, Dosierung 6 mg und mehr, CHF 15332.70
1 Alle Spitäler müssen im Rahmen der jährlichen Datenerhebung (Detaillieferung) die SwissDRG AG zwingend über die Höhe der in Rechnung gestellten Zusatzentgelte informieren.
2 Eine zusätzliche Abrechnung ist im Zusammenhang mit einer Fallpauschale der Basis-DRGs L60 oder L71 nicht möglich.
3 Eine Abrechnung des Zusatzentgeltes ist nur über die in der Anlage zum Fallpauschalenkatalog aufgeführten Dosisklassen möglich.
4 Dieses Zusatzentgelt ist nur abrechenbar für Patienten mit einem Alter < 15 Jahre.
5 Dieses Zusatzentgelt darf nicht zusätzlich zur DRG A91Z abgerechnet werden, da in dieser DRG Apheresen die Hauptleistung darstellen. Die Verfahrenskosten der Apheresen sind in dieser DRG bereits vollumfänglich enthalten.
Bausch & Lomb Swiss AG, Zug
Juni 2026