Nardia Pharmaceuticals SA
Zusammensetzung

Wirkstoffe

Labetalolhydrochlorid.

Hilfsstoffe

Jeder ml enthält: Glucose-Monohydrat (49,5 mg), Dinatrii edetas, Salzsäure, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Jede Ampulle mit 20 ml enthält maximal 0,274 mg Natrium und 990 mg Glucose-Monohydrat.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Zur i.v. Injection oder zur Infusion

Ampullen zu 100 mg/20 ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Injektionslösung oder zur Infuion

Die Injektionslösung oder zur Infuion ist angezeigt, wenn eine rasche Senkung des Blutdruckes bei Patienten mit schwerer Hypertonie erforderlich ist und unmittelbar nach der akuten Phase eines Myokardinfarktes sowie zur kontrollierten Blutdrucksenkung bei chirurgischen Eingriffen.

Dosierung/Anwendung

Injektionslösung oder zur Infuion

Labetalol Nardia 5 mg/ml Injektionslösung oder zur Infuion ist für die intravenöse Anwendung bei hospitalisierten Patienten bestimmt. Der Patient sollte bei der Verabreichung immer auf dem Rücken oder auf der linken Seite liegen. Innerhalb von 3 Stunden nach i.v.-Applikation dürfen die Patienten nicht aufstehen (Gefahr eines orthostatischen Blutdruckabfalls).

Dosierung

Erwachsene

i.v.-Injektion

Hypertensive Notfälle: Wenn eine rasche Senkung des Blutdrucks unbedingt nötig ist, so wird eine Dosis von 50 mg Labetalol Nardia 5 mg/ml langsam, das heisst während mindestens 1 Minute, intravenös injiziert. Bei Bedarf kann diese Dosis nach jeweils 5 Minuten Wartezeit wiederholt werden, bis sich ein zufriedenstellendes Ergebnis zeigt. Die Gesamtmenge sollte 200 mg nicht überschreiten. Nach der ganzen Injektion tritt die stärkste Wirkung gewöhnlich innerhalb von 5 Minuten ein, und die tatsächliche Wirkungsdauer beträgt gewöhnlich rund 6 Stunden, sie kann sich aber auch bis auf 18 Stunden erstrecken.

Infusion

Als weitere Möglichkeit kann Labetalol Nardia 5 mg/ml auch als intravenöse Tropfinfusion verabreicht werden. Dazu wird der Inhalt von 2 Ampullen (200 mg Labetalol Nardia 5 mg/ml) mit 160 ml einer kompatiblen Infusionslösung (s. unter «Sonstige Hinweise: Inkompatibilitäten») verdünnt. Diese Infusionslösung enthält 1 mg/ml Labetalol hydrochlorid. Zur Verabreichung wird ein Infusionsbesteck für Kinder verwendet, an das zur besseren Dosierung eine Mass-Bürette von 50 ml angeschlossen wird.

Nicht schwangerschaftsbedingte Hypertonien

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte etwa 2 mg (2 ml Infusionslösung) /min betragen.

Sobald ein befriedigendes Ergebnis erreicht ist, soll die Infusion unterbrochen werden. Die dazu notwendige Dosis bewegt sich zwischen 50 und 200 mg, je nach Schwere der Hypertonie. Bei den meisten Patienten genügen 200 mg völlig, doch kann auch ausnahmsweise eine Dosis von 300 mg nötig sein, namentlich bei Patienten mit Phäochromozytom. Je nach der Reaktion des Patienten kann die Infusionsgeschwindigkeit vom Arzt angepasst werden.

Schwangerschaftshypertonien

Zur Senkung einer Schwangerschaftshypertonie wird die Infusion mit einer Geschwindigkeit von 20 mg/h begonnen, dann kann diese Dosis alle 30 Minuten verdoppelt werden, bis eine genügende Blutdrucksenkung erreicht ist, oder bis zu einer Dosis von 160 mg/h (s. auch «Schwangerschaft»).

Hypertoniekrisen nach einem akuten Myokardinfarkt

Die initiale Infusionsgeschwindigkeit sollte 15 mg/h betragen und schrittweise, je nach Ansprechen des Patienten, bis zu einem Maximum von 120 mg/h erhöht werden.

Kontrollierte Blutdrucksenkung während Operationen

Für die kontrollierte Blutdrucksenkung während Operationen beträgt die Anfangsdosis 10–20 mg i.v. während 30 Sekunden. Jüngere Patienten und solche, welche kein Halothan erhalten, brauchen eine etwas höhere Dosis (25–30 mg). Halothan verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung von Labetalol Nardia 5 mg/ml, deshalb sollte die Halothan-Konzentration nicht über 1 bis 1,5% betragen. Wenn innert 5 Minuten die angestrebte Blutdrucksenkung nicht eingetreten ist, können nochmals 5–10 mg Labetalol Nardia 5 mg/ml gegeben werden, bis das gewünschte Resultat erreicht ist.

Die durchschnittliche Dauer der Blutdrucksenkung beträgt nach 20–25 mg Labetalol Nardia 5 mg/ml Injektionslösung oder zur Infuion 50 Minuten. Die Blutdrucksenkung kann rasch rückgängig gemacht werden, wenn Halothan abgesetzt und 0,6 mg Atropin i.v. gegeben werden. Es ist dabei zu beachten, dass die intermittierende Überdruckbeatmung (IPPV) die durch Labetalol Nardia 5 mg/ml und/oder Halothan hervorgerufene Blutdrucksenkung zusätzlich verstärken kann.

Überwachung

Während der Infusion soll der Blutdruck mit einem Monitor laufend überwacht werden. Ferner ist eine MonitorÜberwachung der Herztätigkeit nach der Injektion und während der Infusion zu empfehlen. Bei den meisten Patienten tritt eine leichte Senkung der Herzfrequenz auf; eine schwere Bradykardie tritt selten auf, sie kann mit 1–2 mg Atropin intravenös behoben werden. Die Atemfunktion soll bei Patienten mit vermuteter oder schon bestehender Atmungsinsuffizienz sorgfältig überwacht werden.

Erhaltungstherapie

Sobald eine angemessene Blutdrucksenkung erzielt worden ist, kann eine Erhaltungstherapie mit

Labetalol hydrochlorid Tabletten fortgesetzt werden. Tabletten anderer Zulassungsinhaber für die Erhaltungstherapie eingesetzt werden können.

Kinder und Jugendliche

Es liegen zu wenig klinische Erfahrungen vor, um Labetalol Nardia 5 mg/ml bei Kindern und Jugendlichen empfehlen zu können.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Dosierung bei Niereninsuffizienz

Bei Niereninsuffizienz muss die Dosis von Labetalol Nardia 5 mg/ml nicht generell reduziert werden, hingegen ist besonders sorgfältig auf Nebenwirkungen zu achten.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro 20-ml-Ampulle und ist somit praktisch natriumfrei. Es kann jedoch in einer Natriumchlorid-Infusionslösung 9 mg/ml (0,9 %) verdünnt werden. Dies ist bei Patienten unter natriumarmer Diät zu berücksichtigen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf Labetalol oder einen Hilfsstoff von

Labetalol Nardia 5 mg/ml. Bei AV-Block 2. und 3. Grades, (ausser bei vorhandenem Schrittmacher) kardiogenem Schock und anderen Zuständen mit schwerer, langandauernder Hypotonie oder mit schwerer Bradykardie.

Nichtselektive Beta-Blocker dürfen nicht bei Patienten mit Asthma bronchiale oder obstruktiven

Atemwegserkrankungen in der Anamnese verwendet werden.

Nicht kompensierte Herzinsuffizienz

Sick Sinus Syndrom (einschliesslich sinuatrialer Block) sofern kein Schrittmacher vorhanden

Prinzmetal Angina

Cor pulmonale

Schwere Hypotonie

Hochgradige Bradykardie (< 50 Schläge/min),

Gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern oder Kalziumantagonisten vom Verapamil-Typ und vom Diltiazem-Typ Patienten mit Asthma bronchiale oder obstruktiven Atemwegserkrankungen in der Anamnese

Akuter Myokardinfarkt

Metabolische Azidose

Unbehandeltes Phäochromozytom

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Herzinsuffizienz oder eine schlechte linksventrikuläre systolische Funktion

Spezielle Vorsicht ist bei Patienten mit Herzversagen oder Linksherzinsuffizienz angezeigt. Labetalol ist bei unkontrollierter Herzinsuffizienz kontraindiziert, kann aber mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gut eingestellt und frei von Symptomen sind.

Eine Herzinsuffizienz sollte vor Beginn der Labetalol Nardia 5 mg/ml-Therapie in geeigneter Weise behandelt werden.

Die Verwendung von Beta-Blockern birgt das Risiko, eine Herzinsuffizienz oder obstruktive Lungenkrankheit zu induzieren oder zu verstärken. Bei Herzinsuffizienz sollte die Kontraktilität aufrechterhalten werden und sollte die Insuffizienz kompensiert werden. Patienten mit eingeschränkter Kontraktilität, vor allem ältere Menschen, sollten regelmässig auf die Entwicklung von Herzinsuffizienz überwacht werden.

Die Behandlung sollte, vor allem bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Patienten mit Angina pectoris (Risiko einer Exazerbation der Angina pectoris, Myokardinfarkt und Kammerflimmern) nicht abrupt unterbrochen oder abgebrochen werden, sondern über mehrere Tage ausgeschlichen.

Inhalationsanästhetika

Bei gleichzeitiger Anwendung von Inhalationsanästhetika ist Vorsicht geboten (siehe «Interaktionen»). Vor einer Narkose braucht Labetalol Nardia 5 mg/ml nicht abgesetzt zu werden, die Patienten sollten aber vorher Atropin intravenös erhalten. Die Wirkung von volatiler Anästhetika auf den Blutdruck wird durch Labetalol Nardia 5 mg/ml verstärkt.

In seltenen Fällen wurde über erhöhte Leberfunktionswerte, Ikterus (verursacht durch Störung der Leberfunktion oder Cholestase), Hepatitis oder Lebernekrose berichtet. Die Symptome bilden sich gewöhnlich nach Absetzen von Labetalol zurück. Sie traten sowohl nach Kurz- als auch nach Langzeitbehandlung auf.

Bei ersten Anzeichen einer Leberfunktionsstörung sollten geeignete Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Wenn die Laborwerte auf eine Leberschädigung hinweisen oder der Patient einen Ikterus entwickelt, ist die Behandlung mit Labetalol Nardia 5 mg/ml sofort abzubrechen und darf auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder aufgenommen werden.

Nierenfunktionsstörung

Vorsicht ist geboten, wenn Labetalol bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz eingesetzt wird (GFR = 15-29 ml/min/1,73m2).

Weist die Anamnese eines mit β-Blockern behandelten Patienten auf schwere, durch eine Vielzahl von Allergenen verursachte anaphylaktische Reaktionen hin, ist bei einer Reexposition mit β-Blockern besondere Vorsicht geboten. Solche Patienten können auf die bei der Behandlung allergischer Reaktionen übliche Dosierung von Adrenalin nicht ansprechen.

Periphere Gefässkrankheit

Labetalol Nardia 5 mg/ml sollte bei Patienten mit peripheren Gefässerkrankungen mit Vorsicht angewendet werden, da es zu einer Exazerbation der bestehenden Symptome kommen kann.

Die Dosierung von Labetalol Nardia 5 mg/ml sollte bei Patienten, die eine symptomatische Bradykardie entwickeln, reduziert werden.

Aufgrund einer erhöhten AV-Überleitungszeit von β-Blockern, sollte Labetalol Nardia 5 mg/ml bei Patienten mit AV-Block 1. Grades mit Vorsicht angewendet werden.

Thyreotoxikose

Wie bei anderen Beta-Adrenorezeptor-Antagonisten kann Labetalol die Symptome einer Hyperthyreose maskieren, ohne die Funktion der Schilddrüse zu beeinflussen.

Wie andere β-Blocker, kann Labetalol Nardia 5 mg/ml die Symptome einer Hyperthyreose und einer Hypoglykämie bei Diabetikern überdecken.

Adrenalin

Falls Patienten, die bereits Labetalol erhalten zusätzlich eine Therapie mit Adrenalin benötigen, sollte die Dosis an Adrenalin reduziert werden, da die gleichzeitige Verabreichung von Labetalol und Adrenalin zu Bradykardie und Hypertonie (siehe «Interaktionen») führen kann.

Bei starkem Einfluss von Adrenalin, wie beim Phäochromozytom, kann Labetalol eine paradoxe Blutdruckerhöhung verursachen.

Metabolische Azidose und Phäochromozytom

In Fällen von metabolischer Azidose und Phäochromozytom ist Vorsicht geboten. Bei Patienten mit

Phäochromozytom könnte Labetalol erst verabreicht werden, nachdem eine adäquate Alpharezeptorblockade erreicht worden ist.

Calciumantagonisten

Wenn Labetalol gleichzeitig mit Calciumantagonisten angewendet wird, ist Vorsicht geboten, insbesondere bei „Calciumkanalblockern“, die die Kontraktilität und AV-Reizleitung negativ beeinflussen.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Adrenalin, Verapamil oder Klasse-I-Antiarrhythmika ist Vorsicht geboten (s. «Interaktionen»).

Digitalis

Beta-Blocker haben eine negativ-inotrope Wirkung, aber keinen Einfluss auf die positiv-inotrope Wirkung von Digitalis.

Injektionslösung oder zur Infuion

Labetalol Nardia 5 mg/ml kann die physiologischen Kompensationsreaktionen des Körpers auf eine plötzliche Hämorrhagie maskieren (Tachykardie und Vasokonstriktion). Deshalb sollte bei der Anwendung während Operationen sorgfältig auf Blutverluste geachtet werden.

Labetalol Nardia 5 mg/ml sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden, da Labetalol bei dieser Patientengruppe langsamer als bei gesunden Probanden metabolisiert wird.

Das Auftreten eines intraoperativen Floppy Iris Syndroms (IFIS, einer Variation des Small Pupil Syndroms) wurde im Rahmen einer Katarakt-Operation bei einigen Patienten beobachtet, die aktuell mit Tamsulosin behandelt wurden oder dieses Medikament vorgängig erhalten hatten. Vereinzelte Berichte wurden auch mit anderen Alpha-1- Adrenozeptorenblockern erhalten und die Möglichkeit eines Klasseneffekts kann nicht ausgeschlossen werden. Da IFIS zu vermehrten eingriffsbedingten Komplikationen während Kataraktoperationen führen könnte, sollte eine aktuelle oder vorgängige Behandlung mit Alpha-1- Adrenozeptorenblockern dem ophthalmologischen Chirurgen vor der Operation mitgeteilt werden.

Labetalol Nardia enthält 49,5 mg/ml Glucose-Monohydrat. Dies sollte bei Patienten mit Diabetes mellitus berücksichtigt werden.

Interaktionen

β-Blocker sollen im Allgemeinen nicht zusammen mit folgenden Arzneimitteln verabreicht werden:

Antiarrhythmika:

Die Wirkung von Klasse I-Antiarrhythmika (wie Disopyramid, Chinidin und Chinidin-ähnliche Substanzen, Lidocain und Lidocain-ähnliche Substanzen) und Amiodaron (Klasse II-Antiarrhythmika) kann verstärkt werden.

Die gleichzeitige Einnahme von trizyklischen Antidepressiva kann ein häufigeres Auftreten von Tremor zur Folge haben.

Prostaglandin-Synthese-Hemmer wie Ibuprofen und Indometacin können die antihypertensive Wirkung von Labetalol vermindern. Somit kann die antihypertensive Wirkung von Labetalol Nardia 5 mg/ml bei der gleichzeitigen Verabreichung mit Prostaglandin-Synthese-Hemmern (z.B. NSAIDs) vermindert werden, wodurch eine Dosisanpassung erforderlich sein kann. Es kann zu einem additiven Synergismus mit anderen blutdrucksenkenden Wirkstoffen kommen.

Es wurde aufgezeigt, dass Labetalol die Aufnahme von MIBG (Metaiodobenzylguanidin)-Radioisotopen vermindert.

Daher sind die bei der MIBG-Szintigraphie erhaltenen Ergebnisse mit Vorsicht zu interpretieren.

Digitalisglykoside in Kombination mit Betablockern können die AV-Reizleitungszeit erhöhen. Labetalol kann die Digoxinwirkung einer Verringerung der ventrikulären Rate verstärken.

Die gleichzeitige Verabreichung von Labetalol mit Adrenalin kann zu einer Bradykardie und Hypertonie führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die gleichzeitige Behandlung mit Calciumantagonisten aus der Gruppe der Dihydropyridinderivate (z. B. Nifedipin) kann das Hypertonie-Risiko erhöhen und bei Patienten mit einer entsprechenden latenten Veranlagung eine Herzinsuffizienz auslösen.

In Kombination mit Calciumantagonisten mit negativ inotropen Wirkungen (z. B. Verapamil, Diltiazem) können ausgeprägte Bradykardien und Hypotonien auftreten. Besonders bei Patienten mit eingeschränkter Ventrikelfunktion und/oder Reizleitungsstörungen. Bei der Umstellung von einem Calciumantagonisten auf ein Beta-Blocker oder andersherum, darf die neue Behandlung frühestens 48 Stunden nach Absetzen der vorausgegangenen Behandlung eingeleitet werden.

Clonidin:

Bei Patienten, die Beta-Blocker und Clonidin erhalten, muss der Beta-Blocker über mehrere Tage schrittweise ausgeschlichen werden, bevor Clonidin abgesetzt wird. Dies ist erforderlich, um das Potenzial für Rebound-Hypertonien zu verringern, die durch das Absetzen von Clonidin verursacht werden können. Deshalb ist es auch beim Wechsel von Clonidin auf einen Beta-Blocker wichtig Clonidin schrittweise auszuschleichen und die Behandlung mit dem Beta-Blocker erst mehrere Tage nach Absetzen von Clonidin zu beginnen.

Cholinesterasehemmer:

Die gleichzeitige Verabreichung von Labetalol mit Cholinesterasehemmern kann das Risiko für Bradykardien erhöhen.

Allgemeinanästhesie:

Bei Allgemeinanästhesien bei Patienten, die Beta-Blocker verwenden, ist Vorsicht geboten. Beta-Blocker können das Risiko von Herzrhythmusstörungen während einer Anästhesie verringern, sie können aber auch zu einer Verringerung der reflektorischen Tachykardie führen und dadurch das Risiko einer Hypotonie während der Anästhesie erhöhen. Es sollte ein Anästhetikum mit der geringstmöglichen negativ inotropen Wirkung verwendet werden. Die Herzfunktion muss engmaschig überwacht werden und Bradykardien, die durch einen übermässigen Einfluss des Vagus verursacht

werden, sollten durch intravenöse Verabreichung von 1-2 mg Atropin korrigiert werden (siehe Dosierung/Anwendung).

Alpha-Sympathomimetika:

Die gleichzeitige Verabreichung von Labetalol und Alpha-Sympathomimetika (z. B. Phenylpropanolamin und Adrenalin) kann zu Bradykardie und Hypertonie führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Ergotaminderivate:

Die gleichzeitige Anwendung von Ergotaminderivaten kann bei einigen Patienten das Risiko von Gefässspasmen erhöhen.

Nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR):

Die blutdrucksenkende Wirkung von Labetalol kann abgeschwächt werden. Eine Dosisanpassung kann daher erforderlich sein.

Stabilisierende Muskelrelaxantien:

Die Wirkung von nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien (Curare-Typ) kann verstärkt und verlängert werden.

Nitroglyzerin:

Labetalol reduziert die durch Nitroglyzerin ausgelöste Reflextachykardie. Verstärkung der antihypertensiven Wirkung.

Östrogene:

Die blutdrucksenkende Wirkung von Beta-Blockern kann abgeschwächt werden.

Phenothiazine:

Die Plasmakonzentrationen beider Wirkstoffe können erhöht werden.

Phenoxybenzamin:

Additiver Effekt auf die Alpharezeptoren-blockierende Wirkung.

Beta-Sympathomimetika, Xanthine:

Gegenseitige Behinderung der therapeutischen Wirkung.

Digoxin:

Labetalol kann die Herzfrequenz-reduzierende Wirkung von Digoxin steigern.

Alpha-Sympathomimetika:

Die gleichzeitige Verabreichung von Labetalol und Alpha-Sympathomimetika (z. B. Phenylpropanolamin und Adrenalin) kann zu Bradykardie und Hypertonie führen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Andere Blutdrucksenker:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Labetalol mit anderen blutdrucksenkenden Wirkstoffen ist mit einer Wirkungsverstärkung zu rechnen.

Beeinflussung von Laborwerten:

Das Vorkommen von Labetalol-Metaboliten im Urin kann bei fluorometrischen oder photometrischen

Bestimmungsmethoden für Katecholamine, Metanephrine, Normetanephrin und Vanillinmandelsäure zu scheinbar erhöhten Werten führen und ist daher besonders bei der Labordiagnostik des Phäochromozytoms zu beachten. Zur Bestimmung der Katecholaminkonzentrationen sollte ein spezielles Verfahren, wie beispielsweise ein HPLC-Assay mit Festphasenextraktion eingesetzt werden (Labetalol fluoresziert in alkalischer Lösung bei einer Exzitationswellenlänge von 334 nm und einer Fluoreszenz-Wellenlänge von 412 nm).

Es hat sich gezeigt, dass Labetalol die Aufnahme der Radioisotope von Metaiodobenzylguanidin (MIBG) reduziert. Daher sollten die Ergebnisse der MIBG-Szintigraphie mit Vorsicht interpretiert werden.

Trizyklische Antidepressiva:

Labetalol erhöht die Bioverfügbarkeit von Imipramin um mehr als 50% durch die Hemmung seiner 2-Hydroxylierung.

Labetalol in Kombination mit Imipramin kann die Wirkung von Imipramin und von gleichzeitig angewendeten trizyklischen Antidepressiva verstärken, vermehrtes Auftreten von Tremor, gegenseitige Wirkungsverstärkung.

Bei gleichzeitiger Anwendung von z. B. Nitraten, Antipsychotika (Fentiazin-Derivaten wie beispielsweise Chlorpromazin) und anderen Antipsychotika/Antidepressiva kann eine verstärkte Blutdrucksenkung auftreten.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft

Erfahrungen bei Schwangerschaften beim Menschen, lassen nicht darauf schliessen, dass Labetalol das Risiko für angeborene Missbildungen erhöht. Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf Teratogenität. Es wurde allerdings eine Toxizität der Embryo-fetalen Entwicklung festgestellt (siehe «Präklinische Daten»). Somit sollte Labetalol Nardia 5 mg/ml während des ersten Trimesters der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt. Beim Menschen passiert Labetalol die Plazentaschranke und demzufolge sollten die möglichen Folgen einer α- und β-Adrenorezeptoren-Blockade auf den Fötus und Neugeborenen berücksichtigt werden. Selten wurde über perinatale und neonatale Bradykardie, Hypotonie, Atemdepression, Hypoglykämie und Hypothermie berichtet. Manchmal tauchten diese Symptome ein oder zwei Tage nach der Geburt auf.

Stillzeit

Labetalol wird in geringen Mengen in die Muttermilch abgegeben (ungefähr 0,004-0,07 % der mütterlichen Dosis).

Bisher wurden keine Nebenwirkungen berichtet. Schmerzen in den Brustwarzen und Raynaud-Syndrom der Brustwarze wurden berichtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Bei der Anwendung von Labetalol bei stillenden Frauen ist Vorsicht geboten.

Labetalol Nardia 5 mg/ml geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Stillen ist deshalb nicht empfohlen. In sehr seltenen Fällen wurde bei gestillten Neugeborenen über unerwünschte Ereignisse (plötzlicher Kindstod, Durchfall, Hypoglykämie) berichtet, der Kausalzusammenhang ist jedoch nicht bekannt.

Fertilität

Es liegen keine klinischen Daten über einen potenziellen Effekt von Labetalol Nardia 5 mg/ml auf die Fertilität vor. Tierexperimentelle Studien zeigten einen Labetalol Effekt auf die männliche Fertilität (siehe «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Aufgrund der Indikationen und der Art der Anwendung wird dies als nicht relevant erachtet.

Unerwünschte Wirkungen

Für dieses Arzneimittel besteht keine neue klinische Dokumentation zur Aufführung der unerwünschten Wirkungen nach Organsystem und absoluter Häufigkeit. Das Auftreten wird bezeichnet als «sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100 und <1/10), «gelegentlich» (>1/1000 und <1/100), «selten» (>1/10’000 und <1/1000), «sehr selten» (<1/10’000), «nicht bekannt» (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).

Nebenwirkungen, die mit einem # gekennzeichnet sind, sind üblicherweise vorübergehend und kommen während der ersten Wochen der Behandlung vor.

Injektionslösung oder zur Infuion

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr häufig: Antinukleäre Antikörper positiv

Häufig: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Sehr selten: Arzneimittelfieber, Angioödem

Nicht bekannt: Allergische Alveolitis, allergische Hepatitis

Positiver ANA-Test (anti-nukleare Antikörper) nicht im Zusammenhang mit der Erkrankung.

Überempfindlichkeitsreaktionen manifestieren sich als Hautausschläge (flechtenartige, reversible Hautausschläge), Pruritus und Dyspnoe sowie sehr selten als Quincke-Ödem und Fieber.

Herzerkrankungen

Häufig: Kongestives Herzversagen.

Selten: Bradykardie.

Sehr selten: Herzblock.

Nicht bekannt: Reizleitungsstörungen, sinuatrialer Block, #Entstehung bzw. Verschlechterung einer Herzinsuffizienz,

Angina pectoris, Myokardinfarkt, EKG-Abweichungen

Gefässerkrankungen

Häufig: #Orthostatische Hypotonie.

Sehr selten: Exazerbation der Symptome des Raynaud-Syndroms.

Nicht bekannt: peripheres Kältegefühl, Akrozyanose, Verschlechterung der peripheren Durchblutung

Orthostatische Hypotonie ist bei sehr hohen Dosen häufiger oder falls die Initialdosis zu hoch ist und/oder die Dosissteigerung zu schnell erfolgt.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Dyspnoe, #Verstopfte Nase.

Gelegentlich: Bronchospasmen.

Nicht bekannt: Schmerzen in der Brust, Asthma

Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Erhöhte Leberfunktionswerte.

Sehr selten: Lebernekrose, Hepatitis, Ikterus (hepatozellulärer und cholestatischer Natur).

Die Leber-Nebenwirkungen sind im Allgemeinen reversibel, wenn Labetalol Nardia 5 mg/ml abgesetzt wird.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Häufig: Erektile Dysfunktion.

Nicht bekannt: Schmerzen in der Brustwarze, Raynaud-Syndrom der Brustwarze

Labetalol wird in geringen Mengen in die Muttermilch abgegeben (ungefähr 0,004-0,07 % der mütterlichen Dosis).

Schmerzen in den Brustwarzen und Raynaud-Syndrom der Brustwarze wurden berichtet. Bei der Anwendung von Labetalol bei stillenden Frauen ist Vorsicht geboten

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt: Hypoglykämie, Maskierung hypoglykämischer Symptome

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: #Depressive Stimmung

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: #Schwindel, #Kopfschmerzen, #Parästhesie im Bereich der Kopfhaut

Sehr selten: Tremor bei Behandlung während der Schwangerschaft, Schlafstörung, Hypogeusie

Schlafstörungen durch Alpträume oder abnormale Träume.

Augenerkrankungen

Selten: Augenreizung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: reversibler lichenoider Ausschlag

Gelegentlich: #Hyperhidrose

Nicht bekannt: Erythem

Betarezeptorenblocker können eine Psoriasis auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu psoriasiformen Exanthemen führen. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten der Hauterscheinungen kann von wenigen Wochen bis zu Jahren betragen.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelkrämpfe

Sehr selten: toxische Myopathie, systemischer Lupus erythematodes

Nicht bekannt: Verstärkung einer Myasthenia gravis, Ödeme in den Gelenken

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Miktionsstörungen

Sehr selten: akute Harnverhaltung

Nicht bekannt: Dranginkontinenz

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: #Fatigue, #Antriebslosigkeit

Sehr selten: #Knöchelödem

Bei zu raschem Absetzen von Labetalol können Kopfschmerzen, Brustschmerzen, allgemeines Unwohlgefühl oder Mattigkeit, Kurzatmigkeit, Schwitzen, Tremor, Tachykardie und Herzrhythmusstörungen auftreten (Rebound Effekt).

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Wenig ist bei massiver Überdosierung von Labetalol Nardia 5 mg/ml beim Menschen bis jetzt bekannt geworden, doch sind tiefgehende kardiovaskuläre Störungen zu erwarten.

Es wurde über oligurisches Nierenversagen bei massiver oraler Überdosierung mit Labetalol berichtet. In einem Fall könnte das Nierenversagen durch Verabreichung von Dopamin zur Blutdrucksteigerung verschlimmert worden sein.

Behandlung

Die Patienten sollten mit angehobenen Beinen in Rückenlage gelagert werden.

Eine parenterale adrenerge/anticholinerge Therapie sollte je nach Bedarf, zur Verbesserung der Durchblutung verabreicht werden.

Durch Hämodialyse wird weniger als 1% Labetalol aus dem Plasma entfernt.

Das weitere Vorgehen sollte sich nach der klinischen Notwendigkeit oder, soweit vorhanden, nach den Empfehlungen der nationalen Giftinformationszentrale richten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

C07AG01

Wirkungsmechanismus

Labetalol Nardia 5 mg/ml besitzt sowohl α- wie β-blockierende Eigenschaften. Labetalol Nardia 5 mg/ml senkt den arteriellen Blutdruck durch Blockierung der α-adrenergen Rezeptoren in den peripheren Arteriolen (Vasodilatation). Der periphere Widerstand wird dadurch vermindert. Gleichzeitig blockiert Labetalol Nardia 5 mg/ml die β-adrenergen Rezeptoren (Betablockade). Diese β torenblockade schützt das Herz vor einer reflektorischen Sympathikus-Wirkung, wie sie durch eine, auf dem Wege der α-Blockade verursachte periphere Vasodilatation ausgelöst werden kann. Dadurch wird eine Blutdrucksenkung ohne kardiale Stimulation erzielt. Labetalol besitzt eine geringe intrinsische β-sympathomimetische Aktivität.

Pharmakodynamik

Das Herzzeitvolumen ist weder in Ruhe noch nach moderater Belastung signifikant reduziert. Der Anstieg des systolischen Blutdrucks während der Belastung ist gering, während die entsprechenden Veränderungen des diastolischen Blutdrucks im Wesentlichen normal sind. All diese Effekte können für hypertensive Patienten von Vorteil sein.

Klinische Wirksamkeit

Keine Daten vorhanden.

Pharmakokinetik

Absorption

Labetalol wird überwiegend durch Konjugation zu inaktiven Glucuronid-Metaboliten metabolisiert.

Distribution

Die Proteinbindung beträgt ca. 50%. Tierexperimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass nur vernachlässigbare Mengen von Labetalol die Blut-Hirn-Schranke passieren. Labetalol passiert die Plazentaschranke und geht in die Muttermilch über.

Metabolismus

Es besteht ein signifikanter Leber-first-pass-Effekt, der eine Bioverfügbarkeit von ca. 25% bewirkt.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Labetalol beträgt ca. 4 Stunden (in der Schwangerschaft etwas weniger lang).

Labetalol und seine Metaboliten werden rasch sowohl mit den Fäzes wie auch mit dem Urin ausgeschieden. Innert 24 Stunden werden nach oraler Verabreichung 55–60% Labetalol in metabolisierter Form (hauptsächlich glukuronidierte Konjugate) und weniger als 4% in freier Form mit dem Urin ausgeschieden. Die normale extrarenale Dosisfraktion Q0 beträgt 0,95.

Die totale Plasma-Clearance von Labetalol beträgt nach intravenöser Infusion 15–37 ml/min/kg.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Schwangerschaft/Plazenta-Passage:

Das Verhältnis der Labetalol-Konzentration im Nabelschnurblut des Neugeborenen zur Konzentration im Blut der Mutter beträgt 0,5–0,8.

Stillzeit:

Die Muttermilch enthält 22–45% des Labetalol-Blutspiegels der Mutter.

Im Tierversuch passieren nur geringe Mengen des Wirkstoffes die Bluthirnschranke.

Präklinische Daten

Genotoxizität

In den in-vitro und in-vivo durchgeführten Studien zeigten sich keine Hinweise auf mutagene Eigenschaften.

Kanzerogenität

In Langzeitstudien an Mäusen und Ratten waren keine kanzerogenen Wirkungen von Labetalol nachweisbar.

Reproduktionstoxizität

Eine verminderte Fertilität bei männlichen Ratten war einer Ejakulationshemmung aufgrund allgemeiner Adrenorezeptorenblockade zuzuschreiben.

Bei Ratten und Kaninchen konnte bei Dosierungen, die dem 6- bzw. der 4-fachen der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis entsprachen, keine Teratogenität beobachtet werden. In beiden Arten wurden in Dosen, die ca. der maximalen empfohlenen humantherapeutischen Dosis entsprachen, vermehrt fetale Resorptionen beobachtet. Eine Teratogenitätsstudie mit Labetalol bei Kaninchen mit bis zum 1,7-fachen der maximalen empfohlenen humantherapeutischen intravenösen Dosis ergab keine Hinweise auf arzneimittelbedingte Schädigungen des Fetus.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Labetalol Nardia 5 mg/ml darf nicht mit einer Natriumhydrogenkarbonatlösung gemischt werden.

Labetalol Nardia 5 mg/ml ist jedoch kompatibel mit NaCl 0,9%, Glukose 5% und Mischungen von NaCI und Glukose sowie mit Ringer-Lösung, Ringer-Laktat-Lösung, Mischungen von Ringer und Ringer-Laktat mit Glukose.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Labetalol fluoresziert in alkalischer Lösung bei einer Wellenlänge von 334 nm und 412 nm und kann daher Assays gewisser fluoreszierender Substanzen (z.B. Katecholamine) stören.

Die Anwesenheit von Labetalol-Metaboliten im Harn kann zu falsch erhöhten Werten von Katecholaminen,Metanephrin, Normetanephrin und Vanillinmandelsäure führen, wenn photometrische oder fluorimetrische Messverfahren eingesetzt werden.

Bei der Untersuchung von Patienten, die unter Labetalol-Behandlung stehen und bei denen der Verdacht auf Phäochromozytom besteht, sollte eine spezifische Messmethode zur Bestimmung der Katecholaminwerte eingesetzt werden, wie z.B. die HPLC.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Nicht einfrieren.

Ausser Reichweite von Kindern Lagern.

Hinweise für die Handhabung

Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Produkt sofort verwendet werden. Wird es nicht sofort verwendet, liegen die Aufbewahrungsdauer und die Aufbewahrungsbedingungen vor der Anwendung in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise 24 Stunden bei 2–8 °C nicht überschreiten.

Zulassungsnummer

70383 (Swissmedic).

Packungen

LABETALOL nardia 5 mg/ml (100 mg per 20 ml) inf lö [B]

Zulassungsinhaberin

Nardia Pharmaceuticals SA

6855 Stabio

Stand der Information

Juni 2023