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        Thu Jun 18 01:08:19 UTC 2026
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        DE
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    <fi>
        <title>Plus Kalium retard</title>
        <owner>
             k.A. 
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        <swissmedicno5>
             29138 
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        <div style="text-align: right">
            Amino AG
        </div>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Zusammensetzung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Wirkstoff: Kalii chloridum in mikroverkapselter Form.</p>
            <p style="font-style: italic">Hilfsstoffe: Excipiens pro compr.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit 
            </paragraphtitle>
            <p>Tabletten à 600 mg (8 mmol K+).</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten 
            </paragraphtitle>
            <p>Plus Kalium retard ist zur Verhinderung oder zur Korrektur eines Kaliummangels in folgenden Situationen angezeigt:</p>
            <p>verminderte Kaliumzufuhr,</p>
            <p>erhöhte Kalium-Ausscheidung durch den Magen-Darm-Kanal, wie z.B. bei Erbrechen, chronischer Diarrhö, Magen-Darmfisteln, Laxantienabusus,</p>
            <p>erhöhte Kalium-Ausscheidung durch die Nieren, wie z.B. bei Coma diabeticum, tubulären Erkrankungen, chronischer Einnahme von kaliumausscheidenden Diuretika,</p>
            <p>familiäre paroxysmale Lähmungen,</p>
            <p>hormonale Faktoren (Behandlung mit NNR-Steroiden, Morbus Cushing),</p>
            <p>Alkalose.</p>
            <p>Besonders angezeigt ist die rechtzeitige Kaliumsubstitution bei Kombination von kaliumausscheidenden Diuretika mit Digitalis zur Verhütung von hypokalämischen Herzrhythmusstörungen.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Dosierung/Anwendung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Erwachsene: In Abhängigkeit vom Ausmass der Hypokaliämie genügt in leichteren Fällen 3× 1 Tablette täglich. Die Dosis kann unbedenklich auf 3× 2 Tabletten täglich erhöht werden. Die Tabletten sind nach dem Essen ganz oder in Wasser aufgeschlämmt, einzunehmen. Die Tabletten sind in wässeriger Aufschlämmung geschmacksneutral.</p>
            <p>Die Kalium-Plasmakonzentrationen sind regelmässig zu überprüfen.</p>
            <p>Die Anwendung und Sicherheit von Plus Kalium retard ist bei Kindern und Jugendlichen bisher nicht geprüft worden.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Kontraindikationen 
            </paragraphtitle>
            <p>Magen-Darm-Ulcera, Hyperkaliämie.</p>
            <p>Schwere Niereninsuffizienz mit Oligo- und Anurie.</p>
            <p>Unbehandelter Morbus Addison.</p>
            <p>Nicht behandelte diabetische Azidosen.</p>
            <p>Gleichzeitige Anwendung von Kaliumsalzen und kaliumsparenden Diuretika (Spironolacton, Triamteren, Amilorid).</p>
            <p>Erkrankungen mit erheblicher Zelldestruktion (z.B. Verbrennungen).</p>
            <p>Schwere Dehydratation.</p>
            <p>Verzögerte oder verhinderte Magen-Darm-Passage.</p>
            <p>Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen 
            </paragraphtitle>
            <p>Periodische Serum-K+-Konzentrationsbestimmungen sind bei einer langdauernden Kaliumsubstitutionstherapie vorzunehmen, besonders bei erhöhtem Risiko zur Hyperkaliämie (z.B. bei Nierenfunktionsstörungen und Herzerkrankungen). Zusätzlich sollen das Säure-Basen-Gleichgewicht, andere Serumelektrolyte (z.B. Magnesium, besonders bei Patienten, die neben einer Hypokaliämie ein durch kaliumausscheidende Diuretika induziertes Magnesiumdefizit aufweisen) überwacht werden.</p>
            <p>Treten während der Behandlung mit Plus Kalium retard schwere Leibschmerzen, schweres Erbrechen oder Magen-Darm-Blutungen auf, so soll das Präparat sofort abgesetzt werden, da diese Symptome Ausdruck einer Ulzeration oder Perforation sein können.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Interaktionen 
            </paragraphtitle>
            <p>Medikamente, die eine Hyperkaliämie durch eine Kaliumretention fördern können:</p>
            <p>Kaliumsparende Saluretika (Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Canrenon).</p>
            <p>ACE-Hemmer (Captopril, Enalapril), durch erniedrigten Aldosteronspiegel.</p>
            <p>Digitalis-Glykoside.</p>
            <p>Anticholinergika mit Plus Kalium retard Tabletten können eine Reizung des Magen-Darm-Traktes durch eine zu hohe Kaliumkonzentration fördern, wegen der Verlangsamung der gastrointestinalen Motilität.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Schwangerschaft/Stillzeit 
            </paragraphtitle>
            <p>Kalium ist ein physiologisches Ion. Eine Kaliumtherapie kann auch während der Schwangerschaft, z.B. bei Hypokaliämie der Mutter, oder zusammen mit Saluretika angewendet werden.</p>
            <p>Die Plasmakaliumkonzentration der Mutter muss überwacht werden.</p>
            <p>Bei einer normalen Kaliämie der Mutter kann gestillt werden.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen 
            </paragraphtitle>
            <p>Plus Kalium retard hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Unerwünschte Wirkungen 
            </paragraphtitle>
            <p>Gastrointestinale Störungen.</p>
            <p>Allfällige gastrointestinale Irritationen, Nausea, Erbrechen, Diarrhö, Blähungen, Abdominalschmerzen, können weitgehend vermieden werden, wenn das Präparat nach dem Essen mit genügend Flüssigkeit eingenommen wird.</p>
            <p>In Einzelfällen kann es zu Verschluss, Blutungen und Ulzeration mit Perforation kommen, meist im Zusammenhang mit anderen Faktoren wie z.B. verzögerter oder verhinderter Darmpassage.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Überdosierung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Symptome</p>
            <p>Hyperkaliämie (Plasmakaliumkonzentration über 5,5 mmol/l), Parästhesien, Apathie, Verwirrtheit, Schwäche, Lähmung, Arrhythmien, Blutdrucksenkung, Schockzustand, Herzstillstand.</p>
            <p style="font-style: italic">Therapeutische Massnahmen</p>
            <p style="font-style: italic">Akute Vergiftung: künstliches Erbrechen, Magenspülung, Gabe von Kationenaustauschharzen.</p>
            <p style="font-style: italic">Hyperkaliämie: Natriumbikarbonat i.v. (40–160 mmol während 5 Minuten), oder Glukose-Insulin-Therapie (300–500 ml Glukose 10–25% i.v. während 1 Stunde, zusammen mit 0,25–0,5 Einheiten Insulin pro g Glukose), Gabe von Kationenaustauschharzen, Hämodialyse oder Peritonealdialyse. Bei Kardiotoxizität, für Patienten, die nicht mit Herzglykosiden behandelt werden: Kalziumglukonat 10% i.v. (5–10 ml während 2 Minuten, unter EKG-Monitoring). Bei der Behandlung einer Hyperkaliämie sollte in Betracht gezogen werden, dass bei gut eingestellten digitalisierten Patienten eine zu rasche Senkung des Serum-K+-Spiegels zu Digitalisintoxikationen führen kann.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Eigenschaften/Wirkungen 
            </paragraphtitle>
            <p>ATC-Code: A12BA01</p>
            <p>Kalium ist zur Aufrechterhaltung wichtiger Stoffwechselvorgänge unentbehrlich. Die klinisch in Erscheinung tretenden Symptome einer Hypokaliämie sind: allgemeine Muskelschwäche (die sich bis zur vollständigen Lähmung mit Reflexverlust entwickeln kann), Schluckbeschwerden und Atonien im Bereich des Magen-Darm-Kanals, ferner Herz- und Kreislaufstörungen.</p>
            <p>Der Wirkstoff KCl in Plus Kalium retard Tabletten wird als Folge der Mikroverkapselung während der Passage durch den Magen-Darm-Trakt kontinuierlich abgegeben. Dadurch werden höhere lokale Konzentrationen und damit verbundene Reizungen der Magen-Darm-Mukosa weitgehend vermieden.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Pharmakokinetik 
            </paragraphtitle>
            <p>Der Wirkstoff KCl wird aus Plus Kalium retard-Tabletten während der Passage durch den Magen-Darm-Trakt innert 4–6 Stunden aus der Tablette kontinuierlich freigesetzt. Das mit der Einnahme von Plus Kalium retard aufgenommene KCl wird hauptsächlich im oberen Magen-Darm-Trakt resorbiert. Die Ausscheidung erfolgt zu 80–90% im Urin, in geringem Umgang in den Faeces und im Schweiss.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Präklinische Daten 
            </paragraphtitle>
            <p>Es sind keine präparatespezifischen Daten vorhanden.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Sonstige Hinweise 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Haltbarkeit</p>
            <p>Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.</p>
            <p style="font-style: italic">Besondere Lagerungshinweise</p>
            <p>Plus Kalium retard bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Zulassungsnummer 
            </paragraphtitle>
            <p>29138 (Swissmedic).</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Packungen 
            </paragraphtitle>
            <p>PLUS kalium retard ret tabl 600 mg 40 stk [B]</p>
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            <p>PLUS kalium retard ret tabl 600 mg 200 stk [B]</p>
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                 Zulassungsinhaberin 
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            <p>Amino AG, Gebenstorf.</p> 
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                 Stand der Information 
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            <p>März 2010.</p> 
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