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        Sat Jun 20 01:02:42 UTC 2026
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        DE
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    <fi>
        <title>IVRACAIN 5 mg/ml</title>
        <owner>
             k.A. 
        </owner>
        <swissmedicno5>
             53283 
        </swissmedicno5>
        <div style="text-align: right">
            Sintetica SA
        </div>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Zusammensetzung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Wirkstoffe</p>
            <p>Chloroprocaini hydrochloridum.</p>
            <p style="font-style: italic">Hilfsstoffe</p>
            <p>Natrii chloridum, Aqua ad iniectabilia.</p>
            <p>Dieses Arzneimittel enthält 62,94 mg Natrium pro Ampulle zu 20 ml.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit 
            </paragraphtitle>
            <p>Injektionslösung i.v.</p>
            <p>1 ml Injektionslösung enthält 5 mg Chloroprocaini hydrochloridum (100 mg pro Ampulle zu 20 ml).</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten 
            </paragraphtitle>
            <p>Intravenöse Regionalanästhesie für Eingriffe an den oberen und unteren Extremitäten.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Dosierung/Anwendung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Übliche Dosierung</p>
            <p style="font-style: italic">Erwachsene: Die Dosierung wird unabhängig vom Körpergewicht gewählt:</p>
            <p>40 ml (200 mg) für die obere Extremität (Arm);</p>
            <p>60 ml (300 mg) für die untere Extremität (Bein).</p>
            <p>Die Dosierung kann gegebenenfalls bis max. 80 ml (400 mg) erhöht werden.</p>
            <p>Höhere Dosen sollen nicht verwendet werden.</p>
            <p style="font-style: italic">Kinder und Jugendliche</p>
            <p>Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren (20 kg): 1,5 mg/kg Körpergewicht. Bisher sind weder die Verabreichung noch die Unbedenklichkeit der Anwendung von Ivracain bei Kindern unter 6 Jahren untersucht worden.</p>
            <p>Wichtig: Langsame Injektion der entsprechenden Menge Ivracain 5 mg/ml. Pro 20 ml mindestens 1 Min. Injektionszeit aufwenden (wegen der vorhandenen Blutleere).</p>
            <p>Es sollen die niedrigste wirksame Konzentration und die schwächste erforderliche Dosis für eine korrekte Anästhesie verwendet werden.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Kontraindikationen 
            </paragraphtitle>
            <p>Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Chloroprocain und Lokalanästhetika vom Estertyp oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.Ernsthafte Gefässerkrankungen, Thrombosen und Phlebitiden, Infektionen an der zu operierenden Extremität, Antikoagulantien-Therapie, Allergie auf Lokalanästhetika, nicht-stabile Epilepsie, ernsthafte Leberfunktionsstörungen, Sichelzellanämie sowie zweit- oder drittgradiger Herzblock.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen 
            </paragraphtitle>
            <p>Die Anwendung von IVRA darf nur unter allgemeiner Narkosebereitschaft erfolgen.</p>
            <p>Bei allen Regionalanästhesie-Techniken muss ein Eingreifen des Anästhesisten möglich sein.</p>
            <p>Die Lockerung des Stauschlauchs führt zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).</p>
            <p>Dieses Arzneimittel enthält 62,94 mg Natrium pro Ampulle zu 20 ml, was 3,15 % der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme von 2 g mit der Nahrung entspricht.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Interaktionen 
            </paragraphtitle>
            <p>Lokalanästhetika vom Estertyp wie Chloroprocain, können die Monoaminooxidase inhibieren und die Konzentration von Catecholaminen erhöhen.</p>
            <p>Die Paraaminobenzoesäure, ein Metabolit von Chloroprocain, hemmt die Wirkung von Sulfonamiden, daher ist in solchen Fällen auf den Einsatz von Ivracain zu verzichten.</p>
            <p>Die gleichzeitige Gabe von Vasopressoren (zur Therapie der Hypotonie während einer Schwangerschaft) und Ergotamin/Oxytocin kann zu einer schweren, persistierenden Hypertonie mit zerebrovaskulären Zwischenfällen führen.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Schwangerschaft, Stillzeit 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Schwangerschaft</p>
            <p>Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar.</p>
            <p>Unter diesen Umständen soll das Arzneimittel nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.</p>
            <p style="font-style: italic">Stillzeit</p>
            <p>Es ist nicht bekannt, ob Chloroprocain in die Muttermilch gelangt.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen 
            </paragraphtitle>
            <p>Beim Führen und Lenken von Maschinen muss beachtet werden, dass es zu leichten Konzentrationsstörungen sowie beeinträchtigter Fortbewegungsfähigkeit kommen kann.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Unerwünschte Wirkungen 
            </paragraphtitle>
            <p>Das Spektrum der unerwünschten Wirkungen von Chloroprocain entspricht demjenigen der ganzen Klasse der Lokalanästhetika.</p>
            <p>Plasmacholinesterasemangel muss ebenfalls für verminderte Toleranz der Lokalanästhetika vom Estertyp angesehen werden.</p>
            <p style="font-style: italic">Häufigkeit: sehr häufig (&gt;1/10); häufig (&gt;1/100, &lt;1/10); gelegentlich (&gt;1/1000, &lt;1/100); selten (&gt;1/10'000, &lt;1/1000); sehr selten (&lt;1/10’000).Erkrankungen des Immunsystems</p>
            <p>Hohe Plasmakonzentrationen können Überempfindlichkeitsreaktionen oder lokale Reaktionen auslösen.</p>
            <p style="font-style: italic">Selten: Allergische Reaktionen (bei Patienten mit Überempfindlichkeit auf Ester-Verbindungen). Charakteristische Zeichen sind dermatologische Reaktionen, Hautjucken, Urtikaria, Angioödem, Tachykardie, Niesen, Übelkeit, Brechreiz, Status asthmaticus möglicherweise anaphylaktische Symptome und schwere Hypotonie.</p>
            <p style="font-style: italic">Erkrankungen des Nervensystems</p>
            <p>Die Intoxikation ist charakterisiert durch Exzitation oder Depression des zentralen Nervensystems. Unruhe, Ängstlichkeit, Hör- und Sehstörungen sowie Tremor können Vorzeichen einer schweren Intoxikation mit nachfolgenden Krämpfen sein. Exzitation kann aber auch fehlen und Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit und Atemstillstand können ohne Vorzeichen auftreten.</p>
            <p style="font-style: italic">Herzerkrankungen / Gefässerkrankungen</p>
            <p>Hohe Plasmakonzentrationen nach einer Überdosierung können zu Blutdruckabfall, Myokarddepression, Bradykardie, ventrikulärer Arrhythmie bis zu Herzstillstand führen.</p>
            <p style="font-style: italic">Allgemeine Beschwerden und Anomalien an der Verabreichungsstelle</p>
            <p>An der Injektionsstelle von Lokalanästhetika können lokale Reaktionen auftreten wie z.B. Gewebeirritationen, die als Zeichen späterer phlebitischer Komplikationen gewertet sein können.</p>
            <p></p>
            <p>Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Überdosierung 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Anzeichen und Symptome</p>
            <p>Die unerwünschten Wirkungen, verursacht durch Überdosierung eines Lokalanästhetikums, bewirken eine ZNS-Stimulation, die sich z.B. durch Angstzustände, Unruhe, Konfusion, Tremor und Schwindel manifestieren, gefolgt von einer ZNS-Depression mit Bewusstlosigkeit und zentraler Atemlähmung. Nausea, Erbrechen, Miosis und Tinnitus können ebenfalls auftreten. Die kardiovaskulären Intoxikationserscheinungen sind durch folgende Wirkungen gekennzeichnet: Frequenzabnahme, Verlängerung der Überleitungszeit, verminderte Erregbarkeit, verminderte Kontraktionskraft mit resultierendem Kreislaufversagen.</p>
            <p style="font-style: italic">Behandlung</p>
            <p>Die Behandlung der Nebenwirkungen bzw. Komplikationen besteht aus: O2-Gabe, Unterdrückung der klonischen Krämpfe mit Benzodiazepinen (Midazolam, Diazepam) oder Thiopental, Unterstützung der Atmung mit Maske; eventuell relaxieren und beatmen. Die Kreislaufdepression wird durch Trendelenburglage, O2-Gabe, Volumenzufuhr, Atropin und gegebenenfalls auch durch die Gabe von Katecholaminen (Dopamin, Adrenalin) behandelt.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Eigenschaften/Wirkungen 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">ATC-Code</p>
            <p>N01BA04</p>
            <p style="font-style: italic">Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik</p>
            <p>Ivracain ist ein Lokalanästhetikum des Estertyps. Es enthält den Wirkstoff Chloroprocainhydrochlorid.</p>
            <p>Ivracain hat eine kurze Anschlagzeit.</p>
            <p>Aufgrund seines raschen Metabolismus (siehe «Pharmakokinetik») ist Ivracain, das keine weiteren Hilfsstoffe wie Antioxydantien und Konservierungsstoffe enthält, ein geeignetes Lokalanästhetikum für die intravenöse Regionalanästhesie (IVRA).</p>
            <p style="font-style: italic">Klinische Wirksamkeit</p>
            <p>Keine Daten verfügbar.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Pharmakokinetik 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Absorption</p>
            <p>Keine Daten verfügbar.</p>
            <p style="font-style: italic">Distribution</p>
            <p>Keine Daten verfügbar.</p>
            <p style="font-style: italic">Metabolismus</p>
            <p>Chloroprocain HCl wird rasch durch Plasmapseudocholinesterasen hydrolysiert.</p>
            <p style="font-style: italic">Elimination</p>
            <p style="font-style: italic">Chloroprocain wird rasch durch die Nieren ausgeschieden, hauptsächlich als β-Diäthylaminoethanol und 2-Chloro-4-Aminobenzoesäure (ACBA). Die in vitro Plasmahalbwertszeit t½ beim Menschen beträgt 21 bis 25 Sekunden.</p>
            <p style="font-style: italic">Kinetik spezieller Patientengruppen</p>
            <p>Keine Daten verfügbar.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Präklinische Daten 
            </paragraphtitle>
            <p>Mit Chloroprocain wurden weder präklinische Langzeitstudien zur Evaluierung der Karzinogenität noch Reproduktionsstudien zur Evaluierung der Mutagenität oder der Beeinträchtigung der Fertilität durchgeführt.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Sonstige Hinweise 
            </paragraphtitle>
            <p style="font-style: italic">Inkompatibilitäten</p>
            <p>Ivracain 5 mg/ml ist mit Basen, Karbonaten, Salze von Fettsäuren, aber auch Silbersalzen, Iod und Iodiden nicht kompatibel.</p>
            <p style="font-style: italic">Haltbarkeit</p>
            <p>Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.</p>
            <p style="font-style: italic">Haltbarkeit nach Anbruch</p>
            <p>Die Zubereitung enthält kein Konservierungsmittel. Aus mikrobiologischen Gründen ist die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach Anbruch zu verwenden.</p>
            <p>Restlösungen sind zu verwerfen.</p>
            <p style="font-style: italic">Besondere Lagerungshinweise</p>
            <p>Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Licht geschützt und in der Originalpackung aufzubewahren. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Zulassungsnummer 
            </paragraphtitle>
            <p>53‘283 (Swissmedic).</p> 
        </paragraph>
        <paragraph>
            <paragraphtitle>
                 Packungen 
            </paragraphtitle>
            <p>IVRACAIN inj lös 5 mg/ml 5 amp 20 ml [B]</p>
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                 Zulassungsinhaberin 
            </paragraphtitle>
            <p>Sintetica SA, Mendrisio.</p> 
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        <paragraph>
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                 Stand der Information 
            </paragraphtitle>
            <p>August 2020.</p> 
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